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Kirchen entsetzt über Terroranschlag in Istanbul mit deutschen Toten

Die beiden großen Kirchen in Deutschland haben sich entsetzt über den Terroranschlag in Istanbul geäußert und den Angehörigen der deutschen Opfer ihre Anteilnahme bekundet. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, erklärte am Dienstag, erneut seien unschuldige Menschen Opfer perfider Terroristen geworden.

"Ich bin entsetzt über diese Tat", sagte der höchste Repräsentant der Protestanten in Deutschland. "Was in Istanbul passiert ist, unterstreicht, wie dringlich es ist, dass jetzt alle Länder gemeinsam gegen solchen menschenverachtenden Terrorismus vorgehen", betonte Bedford-Strohm, der auch bayerischer Landesbischof ist.

Auch der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, zeigte sich erschüttert. Sein Mitgefühl gehöre den Angehörigen, für die Verstorbenen werde er beten. "Ich bete auch darum, dass die Geißel des Terrors endlich aus unserer Wirklichkeit verschwindet", erklärte Marx.

Der Kardinal erinnerte daran, dass er vor wenigen Wochen anlässlich des Andreasfestes der Orthodoxen Kirche noch selbst auf dem Platz vor der Hagia Sophia in Istanbul gestanden habe.

Bei dem Selbstmordanschlag zwischen Blauer Moschee und Hagia Sophia wurden nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) acht Deutsche getötet. Dies hätten die türkischen Behörden mitgeteilt, sagte sie in Berlin. Auch sie sprach den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl aus. Der Anschlag, für den die türkische Regierung die Terrororganisation "Islamischer Staat" verantwortlich machte, galt einer Touristengruppe.