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Kauder: Verfolgung von Christen weltweit nimmt zu

Nach Ansicht des Unionsfraktionschefs im Bundestag, Volker Kauder, nimmt die Verfolgung von Christen weltweit zu. Deshalb sei es "unsere Verpflichtung als Christen, sich in erster Linie für unsere Glaubensgeschwister in der Welt einzusetzen", sagte er vor rund 500 Teilnehmenden bei der Eröffnung des 5. Ökumenischen Kongresses "Christenverfolgung heute", wie das Christliche Gästezentrum Schönblick in Schwäbisch Gmünd am Montag mitteilte. Laut Kauder ist es beachtlich, dass Christen sich nicht für das rächen, was ihnen angetan wurde. "Wir reagieren nicht mit Hass auf Hass und nicht mit Tod auf Tod", sagte der CDU-Politiker, der Schirmherr des Kongresses ist.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, schrieb in einem Grußwort, es sei wichtig, nach Deutschland geflohenen Christen ein neues geistliches Zuhause zu geben: "Gerade hier sehe ich die Chance für eine ganz neue Art der Ökumene in unseren Ortsgemeinden", betonte er. Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bedauerte in seinem schriftlichen Grußwort, dass die freie Ausübung des Glaubens in vielen Staaten unter anderem durch religiösen Fundamentalismus und durch die Vermischung von Politik und Religion gefährdet sei. Dieser beklagenswerte Zustand dürfe nicht akzeptiert werden.

Der evangelische württembergische Landesbischof Frank Otfried July lobte in seinem schriftlichen Grußwort das "ökumenische Miteinander" von orientalischen, orthodoxen, evangelischen, römisch-katholischen und pfingstkirchlichen Christen auf dem Kongress: "Wir gehören in Christus zusammen! Und wir sprechen am besten mit einer Stimme." Der katholische Erzbischof Ludwig Schick (Bamberg) schrieb, dass Christenverfolgung oft unbemerkt von der Öffentlichkeit bleibe und bewusst verschwiegen werde.

Veranstalter des bis 15. November dauernden Kongresses ist das Gästezentrum Schönblick des Evangelischen Gemeinschaftsverbands Württemberg (Apis) zusammen mit der evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) sowie christlichen Hilfswerken und Menschenrechtsorganisationen.