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Katholische Kirche lädt zum Weltjugendtag in Panama ein

Der nächste Weltjugendtag der katholischen Kirche vom 22. bis 27. Januar 2019 in Panama soll junge Menschen aus aller Welt für die Probleme der Region sensibilisieren und mehr Solidarität schaffen. "Wir wollen eine Flamme der Hoffnung entfachen", sagte der Erzbischof der Diözese Panama, José Domingo Ulloa Mendieta, am Donnerstag in Essen bei einer Vorschau auf das Jugendtreffen. Junge Menschen sollten "ihre Berufung annehmen und sich für die Schaffung einer besseren Welt einsetzen", forderte der lateinamerikanische Kirchenführer.

Ulloa nannte vier Schwerpunkte des kirchlichen Großereignisses mit mehreren Millionen Teilnehmern, das auf Einladung des Päpstlichen Rates für die Laien alle zwei bis drei Jahre in einer anderen Metropole stattfindet. In Panama gehe es um die Bewahrung der Schöpfung im Sinne der päpstlichen Umwelt-Enzyklika "Laudato si" und einen Blick auf die Lebensverhältnisse von Jugendlichen in Mittelamerika. Weitere Themen seien Märtyrer wie der 1980 ermordete salvadorianische Erzbischof Oscar Romero sowie die biblische Figur der Maria und damit die Rolle der Frau in der Kirche insgesamt. Das Motto des Weltjugendtages 2019 stammt aus dem Lukasevangelium (1,38): "Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast."

Der Geschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat in Essen, Stephan Jentgens, betonte, dass es um Lernerfahrungen gehe, etwa auch beim Besuch von Adveniat-Projekten vor Ort. Junge Menschen sollten einen Eindruck von der sozialen Realität in Panama bekommen, wo mehr als ein Drittel der Menschen arm sei. "Wir wollen Jugendlichen die Erfahrung zuteil werden lassen, dass Armut nicht nur etwas Schlimmes ist, sondern auch etwas Schöpferisches sein kann, wenn es Solidarität gibt", sagte Jentgens. Es gehe um "Begegnungen, die zu Herzen gehen".

Aus Deutschland würden im kommenden Jahr voraussichtlich nur 750 bis 1.000 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren zum Weltjugendtag nach Panama fahren, kündigte Paul Metzlaff von der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz an. Da im Januar weder Schul- noch Semesterferien seien, sei das Datum für deutsche Teilnehmer weniger günstig.