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Kölner Erzbischof: Vor Armut nicht die Augen verschließen

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki hat dazu aufgerufen, mehr gegen Armut zu tun. "Wir dürfen nicht länger wegsehen", sagte Woelki am Sonntag im Kölner Bistumssender Domradio. Der vor zehn Tagen veröffentlichte Armutsbericht der Sozialverbände zeige, "es gibt viele - viel zu viele arme Menschen in Deutschland". 12,5 Millionen Menschen lebten unter der Armutsgrenze, "oft ausgegrenzt und immer am Rand der Gesellschaft".

Viele verschlössen die Augen vor den Bettlern in der Einkaufszone oder anderen armen Menschen in ihrer Nachbarschaft, sagte der Kölner Kardinal weiter. "Überall gibt es den vereinsamten, verarmten Rentner, die alleinerziehende Mutter, die seit Jahren keinen Urlaub mehr hatte, oder den Arbeitslosen, der sich aus Scham nicht mehr vor die Tür traut." Gerade Christen dürften diese Menschen nicht länger egal sein. "Also: Hinschauen - und helfen!"