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Käßmann: Kirchen in Asien planen Reformationsfeiern

Kirchen in Asien bereiten sich auf das 500. Reformationsjubiläum vor. Sie planten "Reformationsfeiern im eigenen Kontext mit ökumenischem Horizont", teilte Margot Käßmann, Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), am Donnerstag in Hannover mit. Das sei "sehr ermutigend" und zeige die globale Dimension des Jubiläums im nächsten Jahr. Einige asiatische Kirchenvertreter wollten auch nach Wittenberg kommen, um dort das Jubiläum zu feiern.

Käßmann ist jüngst von einer zweiwöchigen Reise nach Indien, Bangladesch, Thailand, Indonesien, Singapur und Hongkong zurückgekehrt. Gerade im stark leistungsorientierten chinesisch geprägten Umfeld werde die Lehre von der Rechtfertigung allein aus Glauben als hochaktuell gesehen, sagte sie. Dabei werde auf ganz eigene Weise "der Ablasshandel mit der Gefährdung der Kirche durch Korruption gleichgesetzt".

Der Thesenanschlag Martin Luthers (1483-1546) vom 31. Oktober 1517 an die Wittenberger Schlosskirche gilt als Ausgangspunkt der Reformation und weltweite Geburtsstunde des Protestantismus. Der 500. Jahrestag im nächsten Jahr ist weltweit Anlass für Feiern.