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Große Zustimmung für soziales Engagement des Kölner Erzbistums

Das Erzbistum Köln erfährt für sein soziales Engagement große Zustimmung in der Bevölkerung. Dies ist das Ergebnis einer am Donnerstag präsentierten repräsentativen Umfrage, für die das Meinungsforschungsinstitut Emnid im Auftrag der Diözese 1.000 Bürgern über 16 Jahren interviewte. Danach stuften 88 Prozent der Befragten soziales und karikatives Engagement als wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. 84 Prozent fanden das seelsorgerische Engagement der Kirche wichtig. Die Umfrage belege eine hohe Wertschätzung der Kirche in der Bevölkerung, unabhängig von der Religionszugehörigkeit, sagte Generalvikar Dominik Meiering in Köln.

Die Umfrageergebnisse empfinde er als Zuspruch für die Angebote des Erzbistums, erklärte Meiering. Das gebe "ungeheuren Rückenwind". Zugleich sank die die Zahl der Kirchenmitglieder im Erzbistum im Jahr 2016 erstmals unter die Zwei-Millionen-Grenze. Im Vorjahr waren es noch knapp 2.019.000 Mitglieder gewesen. "Das ist im Wesentlichen dem demografischen Faktor geschuldet", erläuterte Meiering. Die Zahl der Kirchenaustritte ging im leicht zurück von 14.700 im Jahr 2015 auf 13.600 für 2016.

Der Finanzbericht 2016 zeigt gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg der Erträge um rund vier Prozent auf 917 Millionen Euro. Knapp 70 Prozent davon stammten aus der Kirchensteuer, erläuterte Finanzdirektor Hermann Schon. Im Vergleich zu 2015 stiegen die Erträge aus der Kirchensteuer nur leicht um 0,4 Prozent. Daraus könne man aber nicht ablesen, dass es nun langsam abwärts gehe, sagte Schon: "Gewisse Schwankungen sind da völlig normal."

Den Kirchengemeinden stellte das Erzbistum rund 52 Millionen Euro mehr als im Vorjahr zur Verfügung. Mit dem erwirtschafteten Jahresüberschuss von 37 Millionen Euro will das Erzbistum seine Rücklagen aufstocken, vor allem in den Bereichen der Altersversorgung der Mitarbeiter und für den Erhalt von Gebäuden. Von ihnen besitzt das Erzbistum etwa 5.000, überwiegend Kirchen, Pfarrheime, kirchliche genutzte Gebäude sowie zu 50 Prozent Schulen. Finanzdirektor Schon äußerte sich insgesamt zufrieden: "Das war ein ordentliches Jahr, trotz geringerer Zuwächse bei der Kirchensteuer."