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Geschäftsstelle für Reformationsjubiläum in Wittenberg eröffnet

Der Organisationsverein für das Reformationsjubiläum 2017 hat am Mittwoch seine Geschäftsstelle in Wittenberg eröffnet. "Der Countdown ist jetzt eingeleitet", sagte die Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Jubiläum, Margot Käßmann. Das Vorbereitungsteam arbeitet im früheren Melanchthon-Gymnasium im Zentrum der Lutherstadt und soll bis 2017 von bislang 50 auf 80 Mitarbeitende anwachsen. Zusätzlich sollen 300 Freiwillige die Arbeit unterstützen.

Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) sagte, die Verantwortlichen der Stadt hätten sich anstecken lassen vom Mut der Jubiläumsplaner: "Die kriegen das hin." Er heiße die Mitarbeitenden auch als neue Bürger willkommen: "Die Reformation kehrt nach 500 Jahren ein klein wenig wieder in unsere Stadt zurück."

Der Verein Reformationsjubiläum 2017 wird getragen von der EKD und dem Deutschen Evangelischen Kirchentag. Er organisiert die Planung und Durchführung der Großveranstaltungen zum 500. Reformationsjubiläum im kommenden Jahr. Höhepunkt wird ein Gottesdienst am 28. Mai 2017 auf den Elbwiesen sein, der zugleich den Evangelischen Kirchentag in Berlin und sechs regionale "Kirchentage auf dem Weg" in Mitteldeutschland abschließt.

Von Mai an soll vier Monate lang eine Weltausstellung der Reformation mit internationalen Gästen stattfinden. Parallel dazu wird ein Jugendcamp vorbereitet, zu dem eine Vielzahl von Konfirmandengruppen erwartet wird.

Das Jubiläumsjahr wird mit einem Festgottesdienst und einem Staatsakt bereits am 31. Oktober 2016 in Berlin eröffnet. Am selben Tag wird im schwedischen Lund Papst Franziskus zu einer Begegnung mit dem Lutherischen Weltbund erwartet. Von November an soll ein "Europäischer Stationenweg" in Genf begonnen werden und über 19 Länder und 68 Städte im Mai 2017 in Wittenberg enden.

Der Thesenanschlag Martin Luthers (1483-1546) vom 31. Oktober 1517 an die Wittenberger Schlosskirche gilt als Ausgangspunkt der Reformation und weltweite Geburtsstunde des Protestantismus.