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Gauck serviert Obdachlosen Essen

Altbundespräsident Joachim Gauck hat sein Versprechen eingelöst und in der Bahnhofsmission am Berliner Bahnhof Zoo ausgeholfen. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt half das ehemalige Staatsoberhaupt am Mittwoch bei der Essenausgabe der Berliner Stadtmission am Bahnhof Zoo mit. Zuvor hatte er sich mit rund 30 Ehrenamtlichen bei einer gemeinsamen Kaffeerunde über deren Arbeit ausgetauscht.

Gut eine Stunde lang servierte der 77-Jährige Obdachlosen warme und kalte Speisen, seine Lebensgefährtin Daniela Schadt war für die Getränkeausgabe zuständig. Unterstützt wurden die beiden von Stadtmissionsdirektor Joachim Lenz sowie dem Berliner S-Bahn-Chef Peter Buchner.

Gauck hatte zuletzt am 14. Dezember vergangenen Jahres als Bundespräsident die Berliner Bahnhofsmission in der Bundeshauptstadt besucht. Sie ist eine der zentralen Anlaufstellen für Obdachlose in der Bundeshauptstadt. Beeindruckt von dem ehrenamtlichen Engagement der Helfer und den Gästen hatte er versprochen, auf jeden Fall wieder zu kommen - als Helfer.

Gut drei Wochen nach Ende seiner Amtszeit machte Gauck nun sein Versprechen wahr. Damit wolle er besonders das Engagement der vielen Ehrenamtlichen würdigen, betonte Gauck. Auch weitere Hilfseinsätze in der Berliner Bahnhofsmission schloss er nicht aus. "Es kann schon sein, dass Daniela und ich wiederkommen", so Gauck. Festlegen wolle er sich allerdings noch nicht und begründete dies mit den Worten: "Es gibt noch so viele andere tolle Typen, die tolle ehrenamtliche Arbeit machen."

Die Bahnhofsmission am Zoo versorgt täglich rund um die Uhr bis zu 600 Menschen mit Essen und Kleidung, darunter viele Obdachlose und arme Menschen. Die Einrichtung hat zwölf hauptamtliche und bis zu 150 ehrenamtliche Mitarbeiter.