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Evangelische Kirche erwägt gestufte Mitgliedschaft

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) denkt über eine gestufte Kirchenmitgliedschaft nach. Anlass dafür sei das "Bedürfnis vieler Menschen, Kirche erst einmal auszuprobieren", sagte der Vizepräses der EKD-Synode, Klaus Eberl, am Montag am Rande der Beratungen des Kirchenparlaments in Bonn. Allerdings werfe eine gestufte Mitgliedschaft grundlegende Fragen etwa nach dem Kirchensteuereinzug und der Verbindlichkeit von Kirchenzugehörigkeit auf. Noch lasse sich nicht vorhersagen, was die entsprechenden Überlegungen ergeben, sagte Eberl.

Die EKD-Synode berät nach den Erfahrungen mit den Feiern zum 500. Reformationsjubiläum bei ihrer Jahrestagung über Zukunftsperspektiven für die evangelische Kirche in einer säkularen Gesellschaft. Als eine Erfahrung aus dem Festjahr wurde bilanziert, dass mit Angeboten an ungewöhnlichen Orten und mittels Kooperationen mit Vereinen und staatlichen Einrichtungen auch kirchenferne Menschen erreicht wurden. Bis Mittwoch zum Abschluss der Synodentagung wollen die 120 Mitglieder des Kirchenparlaments ein Grundsatzpapier mit dem Titel "Zukunft auf gutem Grund" erarbeiten.