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Erzbischof Schick ruft nach Attentat in Kirche zur Wachsamkeit auf

Nach dem offenbar islamistisch motivierten Attentat in einer katholischen Kirche in Nordfrankreich hat der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick die Bürger zu Aufmerksamkeit aufgerufen. "Wir wissen, dass es zu wenig Polizisten bei uns gibt. Aber es ist auch wichtig, dass die Bürger aufmerksamer werden", sagte Schick am Mittwoch im Bayerischen Rundfunk. "Und natürlich ist es auch wichtig, dass wir miteinander eine Gesellschaft bilden, in der Ängste nicht überhandnehmen", betonte der Erzbischof.

Schick erinnerte daran, dass es nicht die erste Tat sei, die Islamisten in einer Kirche verübt hätten: "Ich erinnere an Pakistan, ich erinnere an Ägypten. Wir haben schon etliche solcher Anschläge gehabt." Mit Blick auf straffällig gewordene Flüchtlinge sagte der Erzbischof: "Wichtig ist auch, dass Menschen, die straffällig geworden sind oder drohen straffällig zu werden, dass die entweder des Landes verwiesen werden oder auch im Land abgesichert werden, so dass sie nichts Böses anrichten können."

Am Dienstag hatten zwei Männer in einer Kirche im nordfranzösischen Saint-Etienne-du-Rouvray bei Rouen mehrere Geiseln genommen. Sie ermordeten den über 80 Jahre alten Priester Jacques Hamel. Die Attentäter wurden von der Polizei erschossen. Frankreichs Präsident François Hollande erklärte, die Angreifer hätten sich zur Terrorgruppe "Islamischer Staat" bekannt.