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Entführter Franziskaner in Syrien freigelassen

Zwei Wochen nach seiner Entführung in Syrien ist der Franziskaner-Mönch Dhiya Azziz wieder auf freiem Fuß. "Wir sind sehr glücklich darüber, dass Pater Azziz endlich befreit ist", sagte der Franziskaner-Kustos des Heiligen Landes, Pierbattista Pizzaballa, nach Angaben des Senders Radio Vatikan am Dienstag. Einzelheiten zur Freilassung teilte er nicht mit. Darüber sei Vertraulichkeit vereinbart worden.

Der im irakischen Mossul geborene Franziskaner Azziz war am 23. Dezember in Syrien auf einer Taxi-Fahrt von Lattakia nach Yacoubieh verschwunden. Zuvor hatte er seine Familie besucht, die vor der Terrororganisation "Islamischer Staat" in die Türkei geflohen war.

Azziz habe sich nach Einsätzen in Ägypten und Jordanien freiwillig zunächst ins syrische Lattakia und dann vor zwei Jahren nach Jacoubieh versetzen lassen, berichtete der Pressedienst der Stiftung Pro Oriente. Bereits im Juli vergangenen Jahres war er von islamistischen Milizionären entführt und wenige Tage später wieder freigelassen worden.

"Die Situation in Syrien ist immer noch sehr schwierig", sagte der Franziskaner-Kustos. Die Freilassung berge jedoch auch Hoffnung für andere Geistliche, die sich noch in der Gewalt der Entführer befänden: "Die Kommunikationskanäle sind noch offen, das ist wichtig zu wissen."