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Ehemaliger EKD-Ratsvorsitzender Huber wird 75 Jahre alt

Der ehemalige Berliner Bischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, wird am Samstag (12. August) 75 Jahre alt. Der Theologe war von 1994 bis 2009 Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Den Ratsvorsitz der EKD führte er von 2003 bis 2009. In dieser Zeit prägte er den deutschen Protestantismus maßgeblich.

So entstand unter Hubers Initiative im Jahr 2006 das Impulspapier "Kirche der Freiheit". Es setzte einen Reformprozess in Gang, um die EKD für Zeiten mit weniger Mitgliedern und knapperen Mitteln auszurichten. Auch die Weichen für die Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum wurden während seiner Amtszeit gestellt.

Huber wurde 1942 in Straßburg geboren. Er studierte evangelische Theologie in Heidelberg, Tübingen und Göttingen. Nach Vikariat und Aushilfs-Pfarrstelle ging er 1968 an die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg. Von 1980 an lehrte er als Universitätsprofessor in Marburg und Heidelberg. 1993 stand der Theologe für die SPD vor einer Bundestagskandidatur, außerdem war er mehrmals als Bundespräsident im Gespräch.

Im Ruhestand vertrat Huber die EKD bis 2014 im Deutschen Ethikrat. Bis heute engagiert er sich für die Kirche, unter anderem im Domstift zu Brandenburg an der Havel und für das umstrittene Wiederaufbauprojekt der Potsdamer Garnisonkirche. Der Theologe ist Honorarprofessor der Humboldt-Universität Berlin sowie der Universitäten Heidelberg und Stellenbosch (Südafrika). Er ist seit mehr als 50 Jahren verheiratet und hat drei erwachsene Kinder sowie sechs Enkel.