Newsfeed-Tickermeldung - Zentralredaktion/epd-Zentralredaktion
Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Berlins. Sie steht im Stadtteil Charlottenburg auf dem Breitscheidplatz. Die Grundsteinlegung der alten Kirche fand am 22. März 1891, dem Geburtstag Kaiser Wilhelms I.; statt, die Grundsteinlegung für den Neubau am 9. Mai 1959. Die Einweihung des heutigen Gotteshauses wurde am 17. Dezember 1961 gefeiert.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche durch einen Bombenangriff im Jahr 1943 stark beschädigt. Nur die Turmruine blieb danach als Mahnmal gegen den Krieg erhalten. In den 60er Jahren wurde der Alte Turm durch ein vierteiliges Bauensemble des Star-Architekten Egon Eiermann ergänzt. Dazu zählen das achteckige Kirchenschiff, der sechseckige Glockenturm, die viereckige Kapelle und das Foyer.

Nach Plänen des Beirats "Neues Nutzungskonzept" soll die Kirche ein nationales Denkmal werden. Der Beirat fordert vom Bund und Land Berlin, Verantwortung für das Gesamtensemble zu übernehmen und sich an den geplanten Sanierungsmaßnahmen zu beteiligen. In den kommenden 15 Jahren rechnet die Gemeine mit Baukosten in Höhe von rund zehn Millionen Euro.

Traurige Bekanntheit erlangte die Kirche auch durch den Terroranschlag vom 19. Dezember 2016. Der Attentäter Anis Amri raste mit einem Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gerast. Dabei wurden zwölf Menschen getötet und rund 50 teils schwer verletzt. Als Drahtzieher des Anschlags gilt die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Bis heute erinnern Blumen und Kerzen an der Kirche an die Opfer des Anschlags.