Newsfeed-Tickermeldung - Zentralredaktion/epd-Zentralredaktion
Dänische Kirche bekommt Nolde-Gemälde zurück

Ein im dänischen Ølstrup gestohlenes Altarbild des norddeutschen Malers Emil Nolde hängt wieder an seinem Platz. Das wertvolle Gemälde "Christus zu Emmaus" war im März 2014 aus der Kirche Ølstrup bei Ringkøbing in Dänemark getohlen worden. Nach einer langen Fahndung identifizierten die Flensburger Polizei und Staatsanwaltschaft Ende 2017 die Täter. Kurz vor Weihnachten wurde das Bild an die Gemeinde zurückgegeben, teilte die Polizeidirektion Flensburg am Freitag mit. Das Bild stammt aus dem Jahr 1904 und war Noldes einzige Auftragsarbeit für die Kirche in Ølstrup.

Zweieinhalb Jahre lang war das Bild verschollen. Im November 2016 wandten sich die Diebe unter dem Pseudonym "Kulturfreund" an die Nolde Stiftung in Seebüll (Kreis Nordfriesland). Für die Rückgabe des Bildes forderten sie 130.000 Euro. Die Stiftung schaltete die Polizei ein. Die Ermittler machten einen zum Zeitpunkt des Diebstahls inhaftierten Mann ausfindig, der im Zusammenhang mit dem Kunstraub stand. Nach intensiven Verhandlungen mit der Staatsanwaltschaft Flensburg vermittelte er die Rückgabe des Gemäldes.

Der Aquarellmaler Emil Nolde (1867-1956) war einer der führenden Vertreter des Expressionismus. Bekannt ist er für seine ausdrucksstarken Farben.