Newsfeed-Tickermeldung - Zentralredaktion/epd-Zentralredaktion
Bonifatiuswerk unterstützt Diaspora-Gemeinden mit 14 Millionen Euro

Mit 14 Millionen Euro unterstützt das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken auch in diesem Jahr katholische Gemeinden in der Diaspora in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum. Gefördert werden der Bau und die Erhaltung von Kirchen und Gemeindezentren, die Kinder- und Jugendseelsorge sowie sozialkaritative Projekte, wie das katholische Hilfswerk am Freitag in Paderborn mitteilte. Diasporagebiete sind Regionen, in denen Katholiken stark in der Minderheit sind.

Rund drei Millionen Euro fließen den Angaben zufolge in Baumaßnahmen, die Hälfte der Fördersumme wird unter 36 Projekten in Deutschland aufgeteilt. Außerdem werden 21 Maßnahmen in Nordeuropa sowie sechs in Estland und Lettland unterstützt. Für eilbedürftige Baumaßnahmen hat das Bonifatiuswerk darüber hinaus 340.000 Euro zurückgestellt, wie es hieß. "Die christlichen Kirchen sind für uns nach wie vor zentrale Orte", erklärte der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus. Auch in der "extremen Diaspora" solle der Glaube erfahren und gelebt werden können.

Die Kinder- und Jugendhilfe von Diaspora-Gemeinden wird 2018 mit fast zwei Millionen Euro unterstützt. Davon sind rund 1,6 Millionen Euro für Projekte in Deutschland vorgesehen, wie es hieß. Mit dem Geld werden unter anderem Kindertageseinrichtungen in Ostdeutschland, religiöse Kinderwochen und Projekte der Kinder- und Jugendpastoral gefördert.

Weitere 825.000 Euro stellt das Bonifatiuswerk für den Bereich der Glaubenshilfe bereit. Dazu gehören etwa Projekte der Neuevangelisierung in Deutschland. Des Weiteren investiert das katholische Hilfswerk 2,1 Millionen Euro in missionarische Projekte und religiöse Bildungsarbeit zur Weitergabe christlichen Brauchtums. Die Anschaffung von "Boni"-Bussen für Gemeinden, in denen die Wege für die Mitglieder zum Gottesdienst, zum Kommunionunterricht oder zum Seniorentreff weit sind, fördert das Bonifatiuswerk mit 800.000 Euro. In Deutschland sind den Angaben nach derzeit etwa 600 solcher Fahrzeuge im Einsatz.