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Bistum protestiert gegen Papst-Plakat der Linken

Das katholische Bistum Speyer ist nicht erfreut über eine Wahlwerbung der rheinland-pfälzischen Linkspartei. Auf Großplakaten ist der Papst in weißer Mitra mit goldenem Kreuzstab abgebildet. Franziskus wird darauf mit dem Satz zitiert: "Wenn die Politik wirklich den Menschen dienen soll, darf sie nicht Sklave der Wirtschaft und Finanzwelt sein." Das Wahlplakat stelle eine unzulässige Vereinnahmung des Papstes für den Wahlkampf dar, kritisierte das Bistum am Mittwoch.

Die Partei "Die Linke" verwende das Foto und die Aussage des Papstes ohne vorherige Anfrage und ohne Zustimmung der katholischen Kirche, sagte der Pressesprecher des Bistums Speyer, Markus Herr, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Viele Menschen hätten beim Bistum angerufen und gefragt, ob es denn eine Absprache zwischen der katholischen Kirche und der Linken gebe. Daher wolle die Kirche sich klar von der Kampagne der Linken zur Landtagswahl am 13. März distanzieren.

Die bisher nicht durch große Nähe zur katholischen Kirche aufgefallene Partei hatte das Plakatmotiv mit der Begründung vorgestellt, es solle die Wähler aufrütteln. "Wir hoffen, dass das Franziskus-Wort uns dabei hilft", hieß es.