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Bischof Wiesemann bleibt Vorsitzender der AG Christlicher Kirchen

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) hat den Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann für weitere drei Jahre zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Zudem schloss sich die Mitgliederversammlung des Dachverbands von 17 Kirchen mit rund 50 Millionen Christen der "Allianz für Weltoffenheit" an. Wiesemann appellierte an die Mitgliedskirchen, sich weiter für die Ökumene starkzumachen.

Eine ökumenische Gelegenheit biete das 500. Jubiläum der Reformation im kommenden Jahr, sagte der katholische Bischof. Das Reformationsgedenken sei eine große Chance, das gemeinsame Bekenntnis zu Jesus Christus und die einende Grundlage der Bibel zu stärken und mehr ins Bewusstsein von Kirchen und Gesellschaft zu rücken.

Die Arbeitsgemeinschaft bestimmte auf der Frühjahrstagung in Bergisch Gladbach auch den übrigen Vorstand neu. Im Amt bestätigt wurden der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, und die evangelisch-methodistische Bischöfin Rosemarie Wenner als Vize-Vorsitzende sowie der orthodoxe Erzpriester Radu Constantin Miron. Neu im ACK-Vorstand ist Pfarrer Christopher Easthill von der anglikanischen Kirche. Der alt-reformierte Pastor Heinrich Lüchtenborg war nach seinem Eintritt in den Ruhestand nicht mehr zur Wahl angetreten.

Mit einer Erklärung "Für ein weltoffenes Deutschland" schloss sich der 1948 gegründete kirchliche Dachverband der vor einem Monat gegründeten "Allianz für Weltoffenheit" an. Darin plädieren die ACK-Kirchen für ein weltoffenes, solidarisches, demokratisches und rechtsstaatliches Deutschland, heißt es in dem Text: "Sie distanzieren sich von allen, die Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt schüren." Rassismus und Gewalt in jeglicher Form seien mit dem Willen Gottes nicht vereinbar.