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Bischöfin Junkermann bekräftigt Versöhnungs-Appell mit Stasi-Mitarbeitern

Die mitteldeutsche Landesbischöfin Ilse Junkermann hat erneut zur Versöhnung mit ehemaligen Stasi-Mitarbeitern aufgerufen. Auch wenn sich viele Kirchenmitglieder "berechtigt als Opfer verstehen", sollten regimenahe Menschen nicht in Schubladen gesperrt werden, sagte sie am Dienstag in Erfurt. Um die "Wand des Schweigens" zwischen Opfern und Tätern zu überwinden, bleibe Versöhnung auch zwei Jahrzehnte später "eine wichtige Aufgabe".

Junkermann will sich den Themen Aufarbeitung, Gerechtigkeit und Versöhnung am kommenden Montag bei einem öffentlichen Podiumsgespräch mit der früheren Stasi-Bundesbeauftragten Marianne Birthler im Erfurter Augustinerkloster stellen. Birthler hatte am Ende ihrer Amtszeit gesagt, vor der Versöhnung stehe die Wahrhaftigkeit. Zunächst müssten die Karten auf den Tisch, "damit man weiß, was geschehen ist". Veranstalter des Podiums ist die Evangelische Akademie Thüringen.