Newsfeed-Tickermeldung - Zentralredaktion/epd-Zentralredaktion
Besucher von Neujahrsgottesdienst in Nigeria erschossen

Im Süden Nigerias haben Bewaffnete mehrere Besucher eines Neujahrs-Gottesdienstes erschossen. Örtliche Medien berichteten von 14 bis 17 Toten und etlichen Verletzten. Offizielle Opferzahlen gab es bis Dienstagmittag nicht. Unbekannte Täter schossen laut den Medienberichten in der Stadt Omoku wahllos auf Menschen, die nach dem Mitternachtsgottesdienst auf dem Heimweg waren. Zeugen berichteten, sie hätten die Schüsse wegen des Silvesterfeuerwerks zunächst nicht als solche wahrgenommen.

Die Polizei vermutet einen kriminellen Hintergrund. Seit einer Amnestie für ehemalige Rebellen hat die Gewalt in der ölreichen Region zugenommen.

Im nigerianischen Öldelta kämpfen kriminelle Banden seit Jahrzehnten um Macht und Geld. Lange Zeit waren ausländische Mitarbeiter von Ölfirmen Ziel von Entführungen. Inzwischen leidet vor allem die örtliche Bevölkerung unter den Rivalitäten.

Im Bundesstaat Kaduna im Norden Nigerias erschossen unbekannte Täter ebenfalls Minuten nach dem Jahreswechsel einen Stammesanführer und seine schwangere Frau. Der Sohn des Paares überlebte verletzt den Anschlag, hinter dem eine Bande bewaffneter Viehdiebe vermutet wird. Das Haus der Familie wurde niedergebrannt.