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Berlin: Katholische Theologie wechselt zur Humboldt-Universität

Das Fach Katholische Theologie an der Freien Universität Berlin soll einem Zeitungsbericht zufolge an die Humboldt-Universität verlagert werden. Zugleich soll sie von bisher einer Professur auf mindestens vier Professuren aufgestockt werden, berichtet der Berliner "Tagesspiegel" (Donnerstag). Das Geld dafür sei im Landeshaushalt vorgesehen, die neuen Hochschulverträge vom Senat seien beschlossen, das Abgeordnetenhaus müsse aber noch zustimmen.

Vier Professuren sind den Angaben zufolge bereits im sogenannten Abschließenden Protokoll festgeschrieben, das bislang die Beziehungen zwischen Heiligem Stuhl und Land Berlin regelt. Allerdings habe es sie faktisch nie gegeben. Erzbischof Heiner Koch strebe insgesamt fünf Professuren an, hieß es weiter, um neben den klassischen Fächern Exegese, Kirchengeschichte, Systematische Theologie und Religionspädagogik noch ein weiteres Fach aufbauen zu können. Dies solle dem Standort Berlin ein eigenes Profil verleihen.

Offen sei noch, wo das Fach Katholische Theologie institutionell an der Humboldt-Universität (HU) angebunden wird. Der wahrscheinlichste Weg sei es, die katholischen Professuren zunächst beim HU-Präsidium anzukoppeln, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Koch. Denkbar wäre auch die Ansiedlung unter dem Dach der Philosophischen Fakultät oder als eine Art externer Anhang an die Philosophische Fakultät.

Dagegen lehne die evangelische Seite bislang eine interdisziplinäre Fakultät als gemeinsames Dach mit jeweils unabhängigen evangelischen, katholischen, jüdischen und muslimischen Instituten ab, heißt es in dem Zeitungsbericht. Der Grund sei die damit verbundene Herabstufung vom Rang einer Fakultät zu einem Institut.