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"Bücherschatz der abendländischen Kultur" virtuell vereint

Eine der wertvollsten Sammlungen von Handschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, die "Bibliotheca Palatina", ist nach jahrhundertelanger "Trennung" virtuell wiedervereint worden. Die Universität Heidelberg habe ihre eigenen Schriften und die des Vatikans digitalisiert, teilte die Universität am Freitag mit. Die rund 3.000 Dokumente des sogenannten "Schatzes der abendländischen Kultur" sind jetzt online für jedermann zugänglich.

Die deutschsprachigen und lateinischen Schriften des Heidelberger Schlosses und der Universität befinden sich teils seit 1623 hinter den Mauern des Vatikans in der Biblioteca Apostolica Vaticana in Rom. Sie wurden während des Dreißigjährigen Krieges verschleppt. Die Ursprünge der "Bibliotheca Palatina" reichen zurück bis in das Jahr 1386, als die Universität Heidelberg gegründet wurde. Als Universalbibliothek umfasst die "Bibliotheca Palatina" neben theologischen, philologischen, philosophischen und historischen Werken auch medizinische, naturkundliche und astronomische Texte.

Bereits 2001 hatte die Universität Heidelberg damit begonnen, erste Bände der Sammlung zu digitalisieren. Finanziert wurde das Projekt durch die Stiftung des Heidelberger Unternehmers Manfred Lautenschläger.