Zentralredaktion
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 3.Februar 2010 bei der 100-Jahr-Feier des epd in Berlin mit dem damaligen epd-Chefredakteur Dr. Thomas Schiller (li.) und dem damaligen Vorsitzenden der epd-Arbeitsgemeinschaft, Michael Pijahn.
© epd-bild
Der Evangelische Pressedienst - Deutschlands älteste noch bestehende Nachrichtenagentur

Der erste epd-Herausgeber war der 1910 gegründete Evangelische Presseverband für Deutschland. Der epd ist damit die älteste der bestehenden deutschen Nachrichtenagenturen (> epd medien 48/2004). 

1941 wurde der epd im Rahmen der kriegsbedingten Papierkontingentierung eingestellt. 1947 konnte die Agentur den Dienst mit der Lizenz Nr. 134 der Militärregierung von Deutschland wieder aufnehmen. Am 3. Februar 2010 feierte der epd in Berlin sein 100-jähriges Bestehen. Drei Kurzfilme über den epd ("Eine Deutsche Geschichte" / "Wir setzen Schwerpunkte" / "Eine Geschichte mit Zukunft") sehen Sie hier 

Dr. h. c. Hans Hafenbrack, der frühere Chefredakteur der epd-Zentralredaktion hat die epd-Geschichte bis 1981 erforscht. Die Ergebnisse liegen als Buch vor: Hans Hafenbrack: Geschichte des Evangelichen Pressedienstes. Evangelische Pressearbeit von 1848 bis 1981. Bielefeld (Luther-Verlag) 2004. ISBN 3-7858-0488-1

Die Recherchen förderten zu Tage, dass der Evangelische Pressedienst – anders als bis dahin dargestellt – nicht 1937 vom NS-Regime verboten worden ist, sondern dass bis 1941 epd-Dienste erschienen, die dann vor allem wegen der Papierkontingentierung der Kriegwirtschaft eingestellt worden sind. Dr. Volker Lilienthal, früherer Redakteur des Fachdienstes epd medien, hat im Auftrag vom damaligen Chefredakteur Dr. Thomas Schiller die Forschung vertieft. Im Juni 2002 trat der Evangelische Pressedienst mit den Ergebnissen an die Öffentlichkeit und revidierte seine eigene Geschichte. Der kritische Umgang des epd mit seiner Vergangenheit wurde in der Medienbranche und auch öffentlich stark beachtet.