Newsfeed-Tickermeldung - Zentralredaktion/epd-Zentralredaktion
Alois Glück: Präsidentenamt durch Vorwürfe gegen Wulff belastet

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, sieht das Amt des Bundespräsidenten durch die Vorwürfe gegen Christian Wulff belastet. Viele Menschen seien verunsichert, "und diese Verunsicherung belastet das Amt", sagte Glück dem in Berlin erscheinenden "Tagesspiegel" (Montagsausgabe). Die Vorwürfe würden Wulff "sicher noch eine Weile begleiten". "Aber es ist nicht unmöglich, dass er wieder eine souveräne Position zurückgewinnt", sagte der CSU-Politiker Glück.

Wulff steht seit mehreren Wochen wegen des Verdachts der Vorteilsnahme und seiner Nähe zu Unternehmern unter Druck. Ausgangspunkt war die Berichterstattung der "Bild"-Zeitung über einen Privatkredit von 500.000 Euro, den Wulff 2008 als niedersächsischer Ministerpräsident von dem befreundeten Unternehmerpaar Egon und Edith Geerkens erhalten hatte. Wulff soll zudem versucht haben, die Berichterstattung über den Kredit mit Anrufen bei Verantwortlichen des Springer-Verlages zu unterbinden.

ZdK-Präsident Glück sagte, der Bundespräsident habe einen deutlichen Vertrauensverlust erlitten. Allerdings behaupte bis heute niemand, Wulff habe als Regierungschef in Niedersachsen Entscheidungen getroffen, die von seiner Nähe zu Unternehmern beeinflusst waren.