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Aids-Ärztin aus Mosambik mit Klaus-Hemmerle-Preis ausgezeichnet

Die Ärztin Noorjehan Abdul Majid aus Mosambik hat am Freitagabend den Klaus-Hemmerle-Preis 2016 für ihren Einsatz für die Behandlung von Aidskranken und HIV-Infizierten erhalten. "Unser großer Traum ist es, die 1,5 Millionen Menschen erfolgreich zu behandeln, die in Mosambik HIV-positiv sind", sagte die Preisträgerin bei der Verleihung im Aachener Dom.

Die deutsche Botschafterin im Vatikan, Annette Schavan, bezeichnete Majid in ihrer Laudatio als "barmherzige Samariterin". In ihrem Wirken zeige die muslimische Ärztin, wo Christen und Muslime gemeinsam agieren könnten.

Majid arbeitet seit 2002 in mehreren Aids-Zentren in Mosambik für das Behandlungsprogramm "Dream" der Gemeinschaft Sant'Egidio. Bisher konnten den Angaben zufolge 300.000 Menschen behandelt werden, davon 70.000 Kinder. Darüber hinaus sei es durch die Aids-Therapie bei schwangeren HIV-infizierten Frauen gelungen, dass mehr als 60.000 Kinder ohne Aids geboren werden konnten, teilten das Bistum Aachen und die Fokolar-Bewegung mit.

Der Klaus-Hemmerle-Preis erinnert an den früheren Aachener Bischof (1929-1994). Die Fokolar-Bewegung, die sich für Ökumene und den Dialog der Religionen einsetzt, vergibt die undotierte Auszeichnung alle zwei Jahre. Geehrt werden Persönlichkeiten, die als "Brückenbauer" den Dialog zwischen den Kirchen, Religionen und Weltanschauungen fördern. Im vergangenen Jahr erhielt die Lepra-Ärztin und katholische Ordensschwester Ruth Pfau den Preis als erste Frau.