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Abschiedsgottesdienst für zweites Hurghada-Opfer

Mit einem bewegenden Trauergottesdienst im niedersächsischen Edemissen haben am Montag rund 300 Menschen von dem zweiten Opfer eines Messerangriffs im ägyptischen Badeort Hurghada Abschied genommen. Pastor Christian Ratz sprach in der örtlichen Martin-Luther-Kirche von einem "sinnlosen und brutalen Anschlag". Es sei für die Familie, aber auch für alle anderen ein Schock gewesen, als aus einer unsicheren Nachrichtenlage die Gewissheit geworden sei, dass Susanne K. unter den Opfern des Angriffs war.

Susanne K. (56) wurde gemeinsam mit ihrer Freundin Ingrid M. am 14. Juli von einem Attentäter an einem Hotelstrand erstochen. Zu einem Abschiedsgottesdienst für die 65-jährige Ingrid M. aus Münstedt bei Peine waren bereits am Freitag mehr als 380 Menschen gekommen.

Der Attentäter, ein 28-jähriger Student, war auf den Strand zugeschwommen. Mit einem Messer stach er auf mehrere Badegäste ein. Neben den beiden Todesopfern aus Niedersachsen starb am vergangenen Donnerstag eine von vier weiteren Verletzten, eine Touristin aus Tschechien. Der Täter konnte noch vor Ort überwältigt und festgenommen werden. Nach Medienberichten, die sich auf Angaben aus ägyptischen Sicherheitskreisen berufen, wurde die Tat von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Auftrag gegeben.