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  Ostermarsch in der Eifel für Atomwaffen-Abzug aus Deutschland

Büchel (epd). Für einen Abzug der letzten amerikanischen Atomwaffen aus Deutschland organisiert die Friedensbewegung an diesem Sonntag erstmals einen Ostermarsch am vermutlichen einzig verbliebenen Kernwaffenstandort im rheinland-pfälzischen Fliegerhorst Büchel in der Eifel. Es müsse weiter demonstriert werden, damit der Abzug Realität wird, erklärte Marion Küpker von der "Gewaltfreien Aktion Atomwaffen abschaffen" in Hamburg, eine der Organisatoren des Bücheler Ostermarsches. Am Ostersonntag werde an allen Atomwaffenstandorten in Europa für den Abzug der Bomben und deren weltweite Ächtung demonstriert.

Nach Expertenschätzung lagern die USA unterirdisch rund zwanzig Atomsprengköpfe in Büchel in der Eifel. Mit der bundesweiten Protestaktion soll vor der Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag im Mai in New York der Druck auf die politisch Verantwortlichen erhöht werden, hieß es vonseiten der Friedensbewegung. Der Deutsche Bundestag sprach sich vor wenigen Tagen mehrheitlich für einen Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland aus. Beim Nato-Treffen am 22. und 23. April im estländischen Tallinn will der deutsche Außenminister Guido Westerwelle (FDP) Medienberichten zufolge die Frage des Nuklearwaffenabzugs ansprechen.

"2010 wird für die Abrüstung ein ganz wichtiges Jahr", erklärte Elke Koller vom Cochemer "Initiativkreis gegen Atomwaffen". Vor zu viel Euphorie warnt indes der Leiter des Berliner Informationszentrums für Transatlantische Sicherheit, Otfried Nassauer. Er wies darauf hin, dass im Haushaltsentwurf des amerikanischen Energieministeriums Mittel für die Modernisierung der B-61-Atomwaffen beantragt wurden. "Waffen dieses Typs lagern auch in Büchel", vermutet Nassauer. Sollte die Budgetplanung gebilligt werden, werde ein Abzug hinfällig.

epd-West dj mag/es





 
 

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