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  Ostermarschierer fordern Ende des Afghanistan-Kriegs

Bonn/Düsseldorf (epd). "Atomwaffen abschaffen - Afghanistankrieg beenden" lautet das Motto der diesjährigen Aktionen der Ostermärsche. Von Karsamstag bis Ostermontag wollen Mitglieder der Friedensbewegung bundesweit in zahlreichen Städten Demonstrationen, Mahnwachen, Gottesdienste, Kundgebungen und Schweigemärsche abhalten, wie das Netzwerk Friedenskooperative am Mittwoch in Bonn mitteilte. In diesem Jahr blicken die Veranstalter zudem auf 50 Jahre Ostermarsch zurück.

Auftakt der Ostermärsche ist in Erfurt. Dort findet bereits am Gründonnerstag eine Kundgebung für den Frieden statt. Am 2. April, an Karfreitag, ist in Dortmund ein Marsch zum Mahnmal für die Opfer der Karfreitag-Erschießung vom April 1945 in der Bittermark geplant. In Augustdorf bei Detmold in Ostwestfalen heißt es bei der Ostermarsch-Kundgebung "Keine Kampfdörfer in der Senne."

In Duisburg und Düsseldorf starten am Samstag die traditionellen Ostermärsche Ruhr und Rheinland. Aktionen am Ostersamstag gibt es außerdem auch in Saarbrücken. In Gelsenkirchen steht ein Rock-Festival mit dem Titel "Seid laut gegen Krieg" für junge Antimilitaristen auf dem Programm. In Landstuhl bei Ramstein lautet das Motto des Ostermarsches "Verhandeln statt schießen."

In Saarbrücken fordern die Demonstranten "Dem Frieden eine Chance - Truppen raus auf Afghanistan." Treffpunkt der Friedensfreunde ist die evangelische Johanneskirche. Am Ostersonntag ziehen die Friedensdemonstranten in Büchel zum dortigen Fliegerhorst des "Jagdbombergeschwaders 33". Dort lagern nach Angaben der Ostermarschierer die letzten 20 Atombomben auf deutschem Boden. Geplant ist zudem eine Umrundung des Atombomberflugplatzes durch "bike for peace".

In Essen setzt sich der Ostermarsch Ruhr in Bewegung und zieht über Gelsenkirchen, Wattenscheid und Herne nach Bochum-Landendreer. In Herne werden die Ostermarschierer an der Kreuzkirche von Pfarrer Martin Domke begrüßt. Im westfälischen Gronau ziehen die Ostermarschierer unter dem Motto "Für ein Leben ohne Urananreicherung" von der evangelischen Stadtkirche aus zur Urananreicherungsanlage. Im rheinischen Köln gibt es eine Motorrad-Friedensfahrt "Nein zum Krieg! Peace now" mit einer Zwischenkundgebung am Hiroshima/Nagasaki-Park.

Entstanden ist die Ostermarsch-Bewegung in Großbritannien, wo sich am Karfreitag 1958 in London unter der Regie des britischen Philosophen Bertrand Russel erstmals 10.000 Menschen versammelten, um für die atomare Abrüstung zu demonstrieren. In Deutschland wurde der erste Ostermarsch im Jahre 1960 organisiert und durchgeführt. Höhepunkte erlebte die Bewegung in den Zeiten der Anti-Atomkraft-Bewegung, im Zusammenhang mit dem Vietnamkrieg und der Debatte über die Nato-Nachrüstung.

Internet: www.ostermarsch-ruhr.de; www.ostermarsch-rheinland.de; www.friedenskooperative.de

epd-West are spi





 
 

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