Der amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat die START Zeitarbeit NRW GmbH als Beispiel für "politisch korrekte Zeitarbeit" gewürdigt. "Nur wer seine Mitarbeiter fair behandelt, kann als Unternehmen erfolgreich sein", sagte der rheinische Präses bei der Verleihung des EKD-Arbeitsplatzsiegels "Arbeit Plus" am Donnerstag in Duisburg. Der Betrieb erhielt die Auszeichnung bereits zum dritten Mal innerhalb der vergangenen zehn Jahre.Mit dem Siegel werden Unternehmen mit vorbildlicher Beschäftigungspolitik geehrt. So werden bei der START Zeitarbeit unter anderem Langzeitarbeitslose und Schwerbehinderte eingestellt, es gibt eine eigenständige betriebliche Gesundheitsvorsorge, familienfreundliche Arbeitszeiten und Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung. Vorrangiges Ziel des Unternehmens, an dem auch das Land NRW beteiligt ist, ist die Eingliederung der Mitarbeiter in den regulären Arbeitsmarkt.
Vergeben wird das Siegel seit 1999 alle zwei Jahre durch die EKD. Grundlage der Vergabe ist die Prüfung durch das Marburger Institut für Wirtschafts- und Sozialethik (IWS). "Mit dem Siegel soll deutlich werden, dass sozial nachhaltige Unternehmenspolitik, gute Mitarbeiterführung und wirtschaftlicher Erfolg zusammengehören", sagte Schneider in seiner Laudatio.
START Zeitarbeit NRW wurde 1995 zunächst als landeseigene Gesellschaft zur sozialverträglichen Arbeitnehmerüberlassung gegründet. Heute sind an dem Gesellschafterunternehmen neben dem Land NRW auch der Arbeitgeberverband Stahl, der NRW-Handwerkstag, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände, Kommunen und Kirchen beteiligt. Das Unternehmen unterhält 27 Niederlassungen in Nordrhein-Westfalen und beschäftigt fast 1.600 Mitarbeiter. Jährlich erzielt der Personaldienstleister einen Umsatz von rund 49 Millionen Euro. Gewinne werden nicht ausgeschüttet, sondern in Mitarbeiterqualifizierungen reinvestiert.
Internet: www.arbeit-plus.de
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