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  Katholische Publizisten kritisieren die Schließung von "Dom-Redaktion

Paderborn/Bergisch-Gladbach (epd). Die Gesellschaft Katholischer Publizisten (GKP) hat die angekündigte Schließung der Redaktion der Paderborner Bistumszeitung "Der Dom" als "fatale Entwicklung in der katholischen Medienlandschaft" kritisiert. Die Entscheidung sei "verlegerisch fragwürdig und menschlich tragisch", erklärte die GKP am Dienstag in Bergisch-Gladbach. Das Erzbistum Paderborn hatte am Montag die Schließung der Redaktion zum 30. Juni 2010 bekanntgegeben. Die Zeitung soll künftig in Kooperation der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA) und der Zentralredaktion in Bonn produziert werden. Als Gründe wurden notwendige Einsparungen und eine zu geringe Auflage der Zeitung genannt.

Die geplante Kooperation sei weder für die Zukunftsfähigkeit der Bistumszeitung noch für die der Nachrichtenagentur der richtige Weg, erklärte der Zusammenschluss von rund 560 katholischen Publizisten und verwies auf die unterschiedlichen Ziele. Eine Nachrichtenagentur sei zur Sachlichkeit und Neutralität verpflichtet und müsse unabhängig über diözesane Entwicklungen berichten. Aufgabe einer Bistumszeitung sei es dagegen, einzuordnen sowie kommentierend und kritisch zu berichten. Ein Bistum brauche eine starke Redaktion vor Ort mit gut ausgebildeten und unabhängigen Redakteuren, hieß es.

Es beschämend, dass der christliche Paderborner Verlag dem schlechten Vorbild weltlicher Großverlage folge und offiziell wegen schlechter Auflagenentwicklung aus Kostengründen seine Redaktion schließe und seinen Redakteuren kündige, erklärte die GKP weiter. Das Unternehmen des Erzbistums Paderborn habe drei Tage vor Heiligabend die acht Mitarbeiter um den Chefredakteur der Bistumszeitung über diese Entscheidung informiert. Die Auflage der Bistumszeitung wurde vom Erzbistum Paderborn auf 39.000 Exemplare beziffert.

Die Nachrichtenagentur KNA soll die redaktionelle Berichterstattung übernehmen und für die Kirchenzeitung fertige Seiten liefern. Um Leser zu binden, seien sowohl in der säkularen wie auch in der kirchlichen Presse große Anstrengungen nötig, hatte der Paderborner Generalvikar Alfons Hardt am Montag erläutert. Man habe über fünf Jahre Kooperationsgespräche geführt und mögliche Partner und Geschäftsformen beraten. Das Modell mit KNA sei ein Glück. Zugleich bedauerte Hardt die Schließung der Redaktion.

Internet: www.gkp.de

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