Die freikirchliche Glaubensgemeinschaft "Jesus-Freaks" hat Kritik zurückgewiesen, sie sei anti-modern und würde Homosexualität verteufeln. Die "Jesus-Freaks" versammelten ein breites Spektrum an Kulturszenen, erklärte Sprecher Martin C. Hünerhoff am Dienstag in Düsseldorf. In dieser Vielfalt legten sie einen besonderen Wert darauf, "keine Dogmen zu prägen oder ihren Anhängern bestimmte Haltungen vorzuschreiben". Es gebe keinen "Glauben von der Stange". Für "Jesus-Freaks" sei jedoch klar: "Jesus liebt Schwule", betonte Hünerhoff.Hintergrund der Kritik war das am Sonntag zu Ende gegangene "Freakstock"-Festival der "Jesus-Freaks" im nordrhein-westfälischen Borgentreich. Der Münsteraner Religionswissenschaftler Sebastian Schüler hatte der Glaubensgemeinschaft vorgeworfen, sie vertrete konservative Ansichten und lege die Bibel wörtlich aus. "Jesus-Freaks" kämpften für die Erlösung aller Seelen durch Jesus Christus und würden sich als "Jesuskrieger im Kampf gegen das Böse" sehen, erklärte Schüler, der im Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster arbeitet. Andere Religionen oder Homosexualität seien nach ihrer Überzeugung "Werke des Satans".
Das fünftägige Festival "Freakstock", das in diesem Jahr erstmals in Nordrhein-Westfalen stattfand, wurde von den Veranstaltern als Erfolg gewertet. Das neue Festival-Gelände, eine ehemalige Kaserne am Rande von Borgentreich, sei von den mehr als 3.500 Besuchern positiv aufgenommen worden, erklärten die Veranstalter. Über dem ehemaligen Militärgelände habe sich schnell eine Atmosphäre der Entspannung und des freundlichen Miteinanders ausgebreitet. Unter dem Motto "Hand aufs Herz" standen auf dem Programm des fünftägigen Festivals Rockmusik von mehr als 50 Bands sowie Workshops und Gottesdienste.
Internet: www.freakstock.de
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