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  Diakoniepreis geht an die "Startpaten Kreis Kusel"

Speyer (epd). Die "Startpaten Kreis Kusel" erhalten den zweiten Diakoniepreis der Diakoniestiftung für die Pfalz. Der gemeinnützige Verein unterstütze mit freiwilligen Helfern Familien vor der Geburt eines Kindes bis zu dessen drittem Lebensjahr, sagte der pfälzische Diakoniedezernent, Oberkirchenrat Manfred Sutter, am Mittwoch in Speyer. Für den mit 3.000 Euro dotierten Preis für innovative soziale Projekte hatten sich 14 Einrichtungen und Unternehmen aus der Pfalz und der Metropolregion Rhein-Neckar beteiligt.

Das "Startpaten"-Projekt aus dem Kreis Kusel fördere die Erziehungskompetenz von jungen Eltern indem es "Paten" vermittle, die die Familien beim Start ins Leben begleiteten, sagte Sutter weiter. Das Projekt sei vorbildlich für andere pfälzische Kommunen, weil es das Kindeswohl fördere und helfe, Kinderarmut zu vermeiden. Seit zwei Jahren kümmerten sich zehn "Startpaten" um 23 Familien. Weitere zehn durchliefen ein Schulungsprogramm, das Hebammen, Kinderärzte und Mitarbeiter des Jugendamtes verantworteten.

Eine sechsköpfige Jury nahm den Angaben zufolge drei weitere sozial beispielhafte Projekte in die engere Auswahl: Das Kirchheimbolandener Junioren-Senioren-Partnerschaftsprojekt "Jusepa", das Modellprojekt "Ehrenamtliche Arbeitsmarktmentorinnen und -mentoren Kaiserslautern" der Evangelischen Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft in Kaiserslautern und der "Tafelsbrunnen", eine Initiative Speyerer Arbeitgeber zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Einen Sonderpreis von 600 Euro erhielt das Projekt "Auslöser LU", ein einjähriger Fotografiekurs, bei dem benachteiligte Kinder und Jugendliche ihre Heimatstadt Ludwigshafen mit der Kamera neu entdeckten.

Die Bewerbungen um den Diakoniepreis zeigten, dass es zahlreiche zukunftsweisende soziale Projekte in der Pfalz und in der Metropolregion Rhein-Neckar gebe, sagte Diakoniepfarrer Gordon Emrich. Der vom kirchlichen Versicherer "Bruderhilfe Pax Familienfürsorge" gestiftete Preis werde am 29. Oktober um 17 Uhr auf dem Hambacher Schloss bei Neustadt verliehen.

Die kirchliche Stiftung "Zukunft gestalten - Diakoniestiftung für die Pfalz" versteht sich der Diakonie zufolge als Ort, an dem Visionen für die Zukunft entwickelt werden. Sie wolle Motor für neue gesellschaftliche Prozesse sein. Als besonderer Stiftungszweck wird die Förderung innovativer Projekte für soziales Lernen in Kirche und Gesellschaft hervorgehoben. Das Stiftungskapital beträgt Emrich zufolge rund 100.000 Euro. Aus dessen Zinserlösen werden unter anderem ein Projekt zur besseren Finanzkompetenz von Jugendlichen und eine Erbschaftsbroschüre finanziert.

Internet: www.diakoniestiftung-pfalz.de





 
 

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