Bundesweit haben am Dienstag etwa 200.000 Kinder und Jugendliche aus 765 Schulen bei der Kampagne "Aktion Tagwerk" einen Tag lang für Hilfsprojekte in Afrika gearbeitet, statt den Unterricht zu besuchen. Dabei seien Spenden in Höhe von ungefähr 1,3 Millionen Euro gesammelt worden, teilten die Veranstalter in Mainz mit. Allein in Rheinland-Pfalz, wo der Aktionstag im Jahr 2003 gegründet worden war, hätten sich 53.000 Schüler angemeldet, sagte Nora Weisbrod, die Vereinsvorsitzende von "Aktion Tagwerk". Auf welche Weise die Jugendlichen ihre Spenden verdienten, blieb weitgehend deren Fantasie überlassen, sagte Weisbrod. Viele leisteten Nachbarschaftsdienste gegen Bezahlung, verkauften selbst gebackenen Kuchen in ihren Schulen oder übernahmen Aushilfsarbeiten in Firmen und Behörden. Einige Teilnehmer der Kampagne mähten den Rasen in Fußballstadien oder beförderten Passagiere mit einer Fahrrad-Rikscha.
Mit den Erlösen der diesjährigen Kampagne unterstützt die "Aktion Tagwerk" den Angaben zufolge Projekte der Mainzer Kinderhilfsorganisation "Human Help Network" in Angola, Burundi, Ruanda, Südafrika sowie im Sudan. Bereits zum vierten Mal konnten sich Schulen aus ganz Deutschland zu der Aktion anmelden. Bundespräsident Horst Köhler und andere Prominente riefen die Schüler im Vorfeld zur Teilnahme auf. Im vergangenen Jahr hatten sich bundesweit 195.000 Kinder und Jugendliche an der "Aktion Tagwerk" beteiligt.
Internet: www.aktion-tagwerk.de