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  "Zug der Erinnerung" macht in Frankfurt an der Oder Station

Frankfurt/Oder (epd). Der "Zug der Erinnerung" kommt im Mai als mobile NS-Gedenkstätte nach Frankfurt an der Oder. Die rollende Ausstellung informiere in mehreren Waggons über die Geschichte der Deportationen durch die SS und die Biografien von Opfern, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch in Frankfurt an der Oder mit. Fotos der Opfer und ihre letzten Briefe, die sie während der Deportationen aus den "Reichsbahn"-Waggons warfen, stünden für das Los von Millionen Menschen, die in den Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet wurden.

Die Stadt begrüße den Aufenthalt des Zuges als Beitrag zur Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte "außerordentlich", hieß es weiter. Der Zug macht den Angaben zufolge vom 5. bis 7. Mai am Hauptbahnhof Station. Die Ausstellung werde vor Ort durch Beiträge des Stadtarchivs mit einer Darstellung des Schicksals der Frankfurter Familie Fellert, Informationen aus damaligen Zeitungsmeldungen sowie einer Übersicht über die Mitglieder der jüdischen Gemeinde aus dem Jahr 1933 erweitert, hieß es weiter.

Am 8. Mai, dem Jahrestag des Kriegsendes, soll der Zug in Berlin halten. Allerdings gibt es dazu erneut einen Streit zwischen dem Trägerverein und der Deutschen Bahn um Haltepunkte und Gebühren.

Der "Zug der Erinnerung" will insbesondere an die mehr als eine Million Kinder und Jugendlichen erinnern, die über tausende Kilometer von der SS, dem Reichsverkehrsministerium und der "Deutschen Reichsbahn" verschleppt wurden.

Die mobile Ausstellung wird am 5. Mai (10.30 Uhr) mit einer Gedenkzeremonie eröffnet. (2049/21.04.2010)





 
 

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