Der rollende "Zug der Erinnerung" mit einer Ausstellung über die Opfer der Deportationen in der NS-Zeit macht ab 16. November in vier Städten Sachsen-Anhalts Station. Auftakt ist ein dreitägiger Halt auf dem Magdeburger Hauptbahnhof. In der damaligen Verfolgung von Kindern, die eigentlich den besonderen Schutz der Gesellschaft benötigten, zeige sich die ganze Tragweite eines verbrecherischen Systems, erklärte Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) am 30. Oktober.Für den Stopp in Magdeburg haben Vereine, Initiativen und Gewerkschaften ein Begleitprogramm erarbeitet. Weitere Stationen in Sachsen-Anhalt sind Blankenburg (19. bis 21. November), Dessau-Roßlau (22. bis 24. November) und Wittenberg (25. bis 27. November).
In dem rollenden Museum mit drei Waggons wird das Schicksal der Kinder von Juden, Roma und Sinti und anderer Opfergruppen vor allem anhand von Fotos und Briefen nachgezeichnet, die von der Reichsbahn in die Konzentrationslager verbracht wurden. Bei dem seit Ende 2007 in Deutschland und Nachbarländern verkehrenden Zug kam es zwischen der Initiative und der Deutschen Bahn AG unter anderem wegen hoher Gebühren für die Nutzung der Tressen und Bahnhöfe wiederholt zu Konflikten. In Sachsen-Anhalt hielt der Zug bislang nur Anfang 2008 in Bernburg und Halle. Internet: www.zug-der-erinnerung.de (5686/30.10.2009)