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  Untersuchung: Jedes achte Mineralwasser hat zu viel Uran
Foodwatch fordert gesetzliche Höchstwerte von zwei Mikrogramm pro Liter


Berlin (epd). Auf dem deutschen Markt ist jedes achte Mineralwasser nach einer Untersuchung der Verbraucherrechtsorganisation "foodwatch" zu hoch mit Uran belastet. Von 435 untersuchten Mineralwassermarken lagen 55 mit über zwei Mikrogramm Uran pro Liter über dem unbedenklichen Höchstwert, darunter bekannte Marken wie St. Pellegrino, Perrier, Freyersbacher und Überkinger, teilte foodwatch am 19. Mai in Berlin mit.

Uran könne wegen seiner chemischen Giftigkeit insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern zu schweren Schädigungen der Niere führen, warnte foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode. Von der Bundesregierung forderte Bode deshalb, gesetzliche Grenzwerte für Mineral- und Trinkwasser in Höhe von zwei Mikrogramm Uran pro Liter festzulegen. Nach heutigem Stand der Wissenschaft sei man damit auf der "sicheren Seite".

Bisher gelten in Deutschland den Angaben zufolge Uranwerte von bis zu zehn Mikrogramm pro Liter offiziell als unbedenklich, auch wenn es keine generellen gesetzlichen Grenzwerte weder für Mineral- noch für Trinkwasser gibt. Mineralwasser, die mit dem Hinweis "geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung werben", dürften allerdings zwei Mikrogramm pro Liter nicht überschreiten, heißt es.

Laut Untersuchung hatten 87 Prozent der getesteten Mineralwasser einen Urangehalt von unter zwei Mikrogramm pro Liter. Bei vier Marken, Griesbacher, Kugelsburgquelle, Waldecker und Winfried aus der Sebastianquelle, sowie zwei Heilwässern (Bad Griesbacher und Bad Mergentheim Karlsquelle) wurden mehr als zehn Mikrogramm pro Liter gemessen. An den Lebensmittelkonzern Nestlé appellierte foodwatch, Warnhinweise auf den Etiketten von St. Pellegrino und Perrier anzubringen, dass sie für Babynahrung nicht geeignet sind. Internet: www.foodwatch.de (2652/19.05.2009)





 
 

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