NORD
NACHRICHTEN
REDAKTION
HOME
SUCHE
ADRESSEN
PRODUKTE
LINKS
SITEMAP
Dokumentation
Film
Medien
Sozial
Bayern
Hessen
Niedersachsen-Bremen
Nord
Ost
Rheinland-Pfalz/Saarland
Südwest
West
Bilddatenbank
Grafikdatenbank
Die Nachrichten-Agentur
Anzeigen
Freie Stellen
Kontakt
Impressum
   
Abonnieren Sie unsere Newsletter! Druckversion Empfehlen Sie die Seite weiter! Bestellen Sie direkt!
  "Nordkirchen"-Entscheidung auf Frühjahr 2009 verschoben

Kiel (epd).

Nordelbien, Mecklenburg und Pommern wollen zur "Nordkirche" werden
©epd Grafik
Die Entscheidung über die Gründung einer "Nordkirche"
wird um ein halbes Jahr verschoben. Die Synoden der Landeskirchen
Nordelbien, Mecklenburg und Pommern sollen erst im Frühjahr 2009 über
den Fusionsvertrag abstimmen. Darauf haben sich die drei
Kirchenleitungen am Mittwochabend in Lübeck geeinigt, teilte die
kirchliche Pressestelle am Donnerstag mit. Sie reagierten damit auf
Kritik vieler Kirchenkreise, die mehr Zeit für die Berechnung der
Kosten gefordert hatten. Am Termin für die endgültige Fusion 2012
werde festgehalten, hieß es.

Nach Angaben der kirchlichen Pressestelle ging die Initiative von
Nordelbien aus, um weitere "Detailfragen" zu klären. Das Ziel der
Nordkirche werde damit nicht in Frage gestellt, sagte die Vorsitzende
der Steuerungsgruppe, die Lübecker Bischöfin Bärbel
Wartenberg-Potter. Die Verschiebung könne vielmehr die Akzeptanz
erhöhen. Der Fusionsvertrag sei bereits "gereift" und müsse nur in
einzelnen Punkten präzisiert werden.

Unterstützung kommt vom mecklenburgischen Bischof Andreas von
Maltzahn. Die Verschiebung sei "sachgemäß", weil einige Punkte noch
endgültig geklärt werden müssten. Dagegen hätte sich der pommersche
Bischof Hans-Jürgen Abromeit eine schnelle Entscheidung gewünscht.
Auch im Frühjahr würden noch nicht alle Dinge geregelt sein.
Abromeit: "Wer nicht das Grundvertrauen aufbringt, dass die drei
Kirchen zusammenkommen, wird auch im Frühjahr noch Argumente dagegen
haben."

Bereits vor zwei Wochen hatte Bischof von Maltzahn die Verschiebung
angedeutet. In der Nordelbischen Kirche fällt sie in eine Zeit des
Umbruchs, weil Ende September sowohl der Schleswiger Bischof Hans
Christian Knuth als auch Bischöfin Wartenberg-Potter in den Ruhestand
treten. Für eine Zustimmung zum Vertrag ist eine Zweidrittel-Mehrheit
in allen drei Synoden notwendig. Mit 2,5 Millionen Mitgliedern wäre
die neue Nordkirche eine der größten Landeskirchen in Deutschland.
(3.7.08/tm/hs) (epd)









 
 

© epd Hinweis zum Urheberrecht

 

 
Evangelischer Pressedienst, Schillerstraße 7, 22767 Hamburg, hamburg@epd.de