Am schwülheißen Sommerabend sind
zwischen Elbe und Deich vor allem die Mücken aktiv. Sonst herrscht
Ruhe. Mit gezielten Schritten bahnt sich Dieter Schmidt den Weg durch
hohe Gräser und Gestrüpp bis zu einem Bauwerk direkt am Ufer. Biber
haben hier ihre Burg errichtet, Äste aufgeschichtet und dazwischen
feine Holzspäne verteilt. «Für die Späne rammen sie einen Ast in den
Sand und raspeln ihn mit den Zähnen ab», erklärt Schmidt.
Der 57-Jährige ist ehrenamtlicher Biberbetreuer und hat rund um
die Elbstadt Bleckede im Landkreis Lüneburg die Nager im Blick. Die
Tiere galten vor mehr als 100 Jahren an der niedersächsischen Elbe
als ausgestorben. Dank strenger Schutzvorschriften in der früheren
DDR überlebten jedoch Elbebiber in der Gegend um Dessau. Heute haben
sie sich am Strom wieder ausgebreitet. «In der niedersächsischen
Elbtalaue sind alle Reviere besetzt», weiß Schmidt. Rund 400 Tiere
gibt es nach seiner Schätzung.
Der Biber ist nur einer von ... (2035/12.7.10)
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