NACHRICHTEN
AUS DEUTSCHLAND
AUS DER WELT
DAS RESSORT
HOME
SUCHE
ADRESSEN
PRODUKTE
LINKS
SITEMAP
Dokumentation
Film
Medien
Sozial
Bayern
Hessen
Niedersachsen-Bremen
Nord
Ost
Rheinland-Pfalz/Saarland
Südwest
West
Bilddatenbank
Grafikdatenbank
Die Nachrichten-Agentur
Anzeigen
Freie Stellen
Kontakt
Impressum
   
Abonnieren Sie unsere Newsletter! Druckversion Empfehlen Sie die Seite weiter! Bestellen Sie direkt!
  KMK-Präsident ermahnt Kirche: Meldepflicht bei Missbrauch einhalten

Passau (epd). Der Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Ludwig Spaenle (CSU), ruft die katholische Kirche auf, in Missbrauchsfällen künftig die Meldepflichten genauer einzuhalten. "Wir haben leider erlebt, dass in der Vergangenheit kircheninterne Meldepflichten und die Vorschriften der Schulaufsicht, Straftatbestände sofort zu melden, bewusst unterlaufen wurden", sagte der bayerische Kultusminister der "Passauer Neuen Presse" vom Donnerstag.

In der Missbrauchsaffäre insgesamt gehe es ihm darum, "dass wir konsequent auf eine Null-Toleranz-Strategie setzen", erklärte der Minister: "Alles muss auf den Tisch!" Zwar gehe es bei dem Thema nicht ausschließlich um kirchliche Einrichtungen, "aber wir sehen eine Häufung der Fälle in kirchlichen Einrichtungen". Spaenle forderte: "Es muss jetzt schonungslos aufgeklärt werden." Allerdings sei auch "mit pauschalen Schuldzuweisungen gegenüber kirchlichen Mitarbeitern oder kirchlichen Trägern nicht gedient".

Spaenle begrüßte den Plan von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU), schärfere Auflagen für die Einstellung von Erziehern ins Kinderschutzgesetz zu schreiben. Der Freistaat Bayern gehe diesen Weg bereits bei der Anstellung von Lehrer, sagte der Kultusminister. Seit 2008 werde auch von Bewerbern aus dem kirchlichen Bereich für den staatlichen Schuldienst ein polizeiliches Führungszeugnis verlangt. Außerdem müssten sie eine schriftliche Erklärung abgeben, dass gegen sie keine polizeilichen Ermittlungen wegen Kindesmissbrauch laufen, erläuterte Spaenle. Es gebe Fälle, in denen "einschlägig vorbestraften Personen der Eintritt in den Schuldienst verweigert wurde".





 
 

© epd Hinweis zum Urheberrecht

 

 
Evangelischer Pressedienst, Emil-von-Behring-Straße 3, 60439 Frankfurt am Main
info@epd.de