Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Hannelore Kraft hat ihren umstrittenen Vorstoß zur Schaffung gemeinnütziger Jobs für Arbeitlose verteidigt. Damit habe sie keine Arbeitspflicht für Empfänger von Hartz IV gefordert, erläuterte Kraft am Mittwochabend in der ARD-Sendung "Hart aber fair". Langzeitarbeitlose benötigten eine Chance, sich einzubringen. Kraft sagte, es gehe ihr um ein Recht auf Beschäftigung für Menschen, die keine Chance auf einen regulären Arbeitsplatz hätten.Die sozialdemokratische Spitzenkandidatin für die nordrhein-westfälische Landtagswahl am 9. Mai betonte, ihre Forderungen für einen sozialen Arbeitsmarkt seien nicht neu. Der amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, sagte, notwendig seien Vollzeitarbeitsplätze, denn Arbeitslose wollten Beschäftigung. Erwerbslose müssten qualifiziert, entschuldet und vermittelt werden. Bildung sei die Voraussetzung für sozialen Aufstieg, sagte der rheinische Präses.