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  Alkohol und Karneval: Gesundheitszentrale warnt vor Gefahren

Köln (epd). Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung warnt zu Karneval vor den Gefahren des Alkoholkonsums. Besonders riskant sei das unter Jugendlichen verbreitete "Rauschtrinken", erklärte die Direktorin der Gesundheitsbehörde, Elisabeth Pott, am Montag in Köln. Die 12- bis 17-Jährigen unterschätzten häufig die Gefahr einer Vergiftung. "Da sich ihr Körper noch in der Entwicklung befindet, wirkt das Zellgift Alkohol bei Jugendlichen schneller und schädlicher als bei Erwachsenen."

Alkohol vermindere die Seh- und Reaktionsfähigkeit und erhöhe zugleich die Gefahr von Unfällen, betonte Pott. Auch die Gewaltbereitschaft nehme zu. Die enthemmende Wirkung bringe Jugendliche in riskante Situationen, wenn etwa beim Geschlechtsverkehr auf Kondome verzichtet und Krankheitserreger wie HIV übertragen werden.

Pott wies auch auf das erhöhte Todesrisiko beim sogenannten Komasaufen hin. Wenn innerhalb kurzer Zeit sehr viel Alkohol getrunken werde, fehle dem Körper die Zeit, sich durch Erbrechen gegen das Gift zu wehren, erläuterte sie. Dies könne zum Atemstillstand und letztlich zum Tod führen.

Die Direktorin der Bundeszentrale unterstrich die besondere Verantwortung von Eltern sowie von Kneipenwirten, Kiosk- und Tankstellenmitarbeitern. Es gelte in Deutschland nicht nur zur Karneval ein Abgabeverbot von Alkohol an unter 16-Jährige. Spirituosen dürfen nur an über 18-Jährige verkauft werden.





 
 

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