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  Knobloch will nicht vor Ende ihrer Amtszeit zurücktreten

München (epd). Die Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, will nicht vor Ende ihrer Amtszeit im November zurücktreten. Diese Aufgabe mache sie gerade als Zeugin der Gräuel der Naziherrschaft glücklich, betonte Knobloch in einem Beitrag für die "Süddeutsche Zeitung" (Samstagsausgabe). "Noch nie war eine jüdische Vertretung auf Bundesebene so wichtig, damit unsere Anliegen und Aufgaben nicht vergessen werden", schrieb Knobloch. Für diese Ziele stehe sie, dafür wolle sie ihre Energie in den kommenden Jahren einsetzen.

In den vergangenen Tagen war über ein Führungswechsel im Zentralrat spekuliert worden. Wegen der Kritik an ihrer Amtsführung erwäge Knobloch, nicht für eine zweite Amtszeit zu kandidieren, oder gar vorzeitig zurückzutreten, hieß es. Es wird erwartet, dass die 77-Jährige auf der Direktoriumssitzung des Zentralrats am Sonntag in Frankfurt am Main eine Erklärung dazu abgeben wird. Knobloch steht seit 2006 an der Spitze des Gremiums.

Die jüdischen Gemeinden reiften zu Stützpfeilern der Zivilgesellschaft heran, schrieb Knobloch. Dennoch stelle sich die Frage, ob es gelingen werde, eine Gemeinschaft vielfältiger jüdischer Identität zu bilden. "Worauf ich besonders stolz bin: Uns ist es gelungen, die Gräben zuzuschütten zwischen den verschiedenen Strömungen des Judentums in Deutschland", betonte Knobloch. "Die Herausforderungen der kommenden Jahre werden uns viel abverlangen." Eine notwendige Basis für das Gelingen der Ziele sei Respekt und Anerkennung für die Leistungen eines jeden.





 
 

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