Der Weltkirchenrat hat in seiner Weihnachtsbotschaft 2009 die Christen auf der ganzen Erde dazu aufgerufen, die göttliche Schöpfung zu bewahren. Die fortschreitende Umweltzerstörung sei eine akute Bedrohung für das Werk Gottes, erklärte der scheidende Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Samuel Kobia, am Donnerstag in Genf.Der Lutherische Weltbund (LWB) forderte die Gläubigen in seiner Weihnachtsbotschaft auf, den von Gott verheißenen Frieden in erwartungsvoller Hoffnung zu feiern. "Gottes Friede wird uns in der Person des Erlösers Jesus Christus verheißen", unterstrich der LWB-Präsident, Bischof Mark Hanson.
Hanson, leitender Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika, erklärte weiter: "Das fleischgewordene Wort ist die Verkörperung des guten Willens unseres Gottes, keine leere Abstraktion." Das in Bethlehem geborene Kind sei Gottes Verheißung in Fleisch und Blut.
ÖRK-Generalsekretär Kobia führte zum Thema Umweltzerstörung weiter aus: "Luftverschmutzung und von Menschen gemachter Lärm überdecken die Sphärenmusik, Klimaveränderungen stören den Rhythmus der Meere, von Habgier gesteuerter Missbrauch und Raubbau entstellen die Schönheit zahlreicher Ausdrucksformen des Lebens." Mit der Erde litten auch ihre Bewohner an den mutwilligen Zerstörungen der Umwelt.
Die Christen beteten um Wandel und böten sich als Werkzeuge der Veränderung an, so der Kenianer Kobia. "Wir leben in dem Glauben, dass mit dem Kommen Jesu Christi eine neue Schöpfung kommt", sagte er. "Gott, Menschheit und alles Leben werden versöhnt sein."
Der Weltkirchenrat umfasst rund 350 christliche Kirchen mit 560 Millionen Gläubigen, die katholische Kirche ist kein ÖRK-Mitglied. Der Lutherische Weltbund vertritt rund 140 Mitgliedskirchen, die etwa 70 Millionen Gläubige repräsentieren. Beide Bünde haben ihren Sitz in Genf.