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  Zufrieden mit EKD-Zukunftskongress

Frankfurt a.M. (epd). Führende Repräsentanten evangelischer Landeskirchen haben sich über die Ergebnisse des "Zukunftskongresses" der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zufrieden geäußert. Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Peter Steinacker zeigte sich überzeugt, dass das am Samstag beendete Treffen in Wittenberg unmittelbare Auswirkungen auf den Reformprozess in der evangelischen Kirche haben werde. "Ich bin mit großer Skepsis dorthin gefahren und kehre sehr, sehr befriedigt zurück", sagte Steinacker auf epd-Anfrage. Der Kongress sei sinnvoll und erfolgreich gewesen.

Auch die Präsides der rheinischen und der westfälischen Landeskirche, Nikolaus Schneider und Alfred Buß, erklärten, der Kongress habe wichtige Impulse gegeben. Das dreitägige Treffen von rund 300 Vertretern der 23 EKD-Mitgliedkirchen habe die evangelische Kirche gestärkt, erklärte Buß am Sonntag in Bielefeld. Schneider würdigte den "Zukunftskongress" als "wichtigen Meilenstein auf dem Weg in die Zukunft der evangelischen Landeskirchen in Deutschland".

Steinacker sagte, er sei "hoffnungsvoll, dass es nun nicht nur finanziell und strukturell vorangeht, sondern dass die Kirchen auch deutlicher zeigen können, was evangelisch ist". Er habe festgestellt, dass sie für Publizistik und Öffentlichkeitsarbeit bereits gute und wirkungsvolle Instrumente besäßen. Steinacker regte die Einrichtung einer "Task-force für kirchliche Stellungnahmen" an, die aus drei bis vier prominenten Kirchenvertretern bestehen und für alle sprechen solle.

Er bezweifle jedoch, dass die Zahl der Landeskirchen schon bald von 23 auf zehn bis zwölf reduziert werde, so Steinacker. Dies hatte die EKD im Sommer 2006 in einem "Impulspapier" mit dem Titel "Kirche der Freiheit" angeregt. Nach Ansicht Steinackers sind dazu die Widerstände gerade in den kleineren Landeskirchen zu groß.

Die beiden Präsides aus Nordrhein-Westfalen kündigten an, die Ideen des Kongresses auf landeskirchlicher Ebene weiterverfolgen zu wollen. Die vielen neuen Anstöße aus der Stadt des Reformators Martin Luther würden jetzt in Westfalen systematisch ausgewertet und auf einer "Zukunftswerkstatt" im Rahmen des westfälischen Reformprozesses am 15. September weiterentwickelt, erklärte Buß, der rund 2,7 Protestanten vertritt. Schneider erklärte, die neuen Anregungen sollten zügig in die Gemeinden getragen und dort auf ihre Tauglichkeit für die rheinische Kirche geprüft werden. Diese ist mit drei Millionen Christen die zweitgrößte EKD-Mitgliedskirche. (01118/28.1.2007)



 
 

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