Der Gesamtumsatz der 50 größten Medienkonzerne der Welt ist im Jahr 2009 gesunken. Die Unternehmen setzten zusammen 349,3 Milliarden Euro und damit rund zehn Milliarden Euro weniger um als im Geschäftsjahr 2008, teilte das Berliner Institut für Medien- und Kommunikationspolitik am 17. Mai mit.
Grund für den Umsatzrückgang sei neben dem strukturellen Umbau beim US-amerikanischen Konzern Time Warner der schwache Werbemarkt in Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise.
Auf Platz eins der Rangliste steht jetzt der US-amerikanische Unterhaltungskonzern Walt Disney, dessen Umsatz im Vergleich zu 2008 um 190 Millionen Euro auf 25,9 Milliarden Euro gestiegen ist. Disney hat seine führende Position dem Vorjahres-Spitzenreiter Time Warner zu verdanken, der sich im Geschäftsjahr 2009 von seiner Kabelnetzsparte trennte und die Internettochter AOL ausgliederte. Dadurch sank der Umsatz des Unternehmens um rund ein Drittel auf umgerechnet 18,5 Milliarden Euro (2008: 31,95 Mrd. Euro), weswegen Time Warner nur noch den fünften Platz belegt.
Knapp hinter Walt Disney folgt auf dem zweiten Platz der Kabelkonzern Comcast mit einem Jahresumsatz von 25,64 Milliarden Euro. Der Konzern konnte seinen Umsatz gegenüber 2008 um 2,34 Milliarden Euro steigern und ist damit Aufsteiger des Jahres. In der Rangliste folgen Rupert Murdochs News Corp. auf Rang drei (21,81 Mrd. Euro Umsatz; 2008: 22,4 Mrd. Euro) und der US-amerikanische Medienkonzern Viacom/CBS auf Platz vier (19,09 Mrd. Euro; 2008: 19,4 Mrd. Euro).
Der größte europäische Medienkonzern, die in Gütersloh ansässige Bertelsmann AG, liegt mit 15,4 Mrd. Euro Umsatz wie im Vorjahr auf Rang sieben. Ebenfalls unverändert belegt die ARD als größter öffentlich-rechtlicher Medienverbund der Welt den 17. Rang. Ihr Umsatz aus Gebühren und Werbung betrug im Jahr 2009 rund 6,39 Milliarden Euro. Die britische BBC liegt mit 5,17 Milliarden auf Platz 20. Einen Platz in der Rangliste haben ferner die ProSiebenSat.1 Media AG (42), die Axel Springer AG (44) und die Hubert Burda Media Holding (50).
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epd medien 39 vom 22. Mai 2010