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  Umsätze der 50 führenden Medienkonzerne stagnieren
Time Warner mit 32 Mrd. Euro an der Spitze - Bertelsmann auf Rang sieben


Berlin/Köln (epd).   Die Umsätze der 50 größten Medienkonzerne der Welt stagnieren. Im Geschäftsjahr 2008 setzten die Unternehmen zusammen 362,03 Milliarden Euro um, nachdem ihr Gesamtumsatz im Vorjahr bei 360,88 Milliarden Euro gelegen hatte, wie das Institut für Medien- und Kommunikationspolitik am 29. April mitteilte. Das Ranking, das die Umsatzstärke der führenden Medienkonzerne abbildet, kann in der Online-Datenbank des in Berlin und Köln ansässigen Instituts abgerufen werden (www.mediadb.eu).

Der US-Riese Time Warner führt das Ranking erneut an, obwohl sein Umsatz gesunken ist. Time Warner kam 2008 auf 31,9 Milliarden Euro Umsatz, nach 33,7 Mrd. Euro im Jahr 2007 und 34,6 Mrd. Euro im Jahr 2006. Das Unternehmen trennte sich im März 2009 von seiner Kabelnetzsparte, die im vergangenen Jahr noch gut 17 Mrd. US-Dollar Umsatz erzielte, und könnte daher in den Zukunft seinen Spitzenplatz verlieren. In der Rangliste folgen Unterhaltungskonzern Walt Disney (2008: 25,7 Mrd. Umsatz; 2007: 25,7 Mrd. Euro), der US-Kabelgigant Comcast (2008: 23,3 Mrd. Euro; 2007: 22,4 Mrd. Euro), Rupert Murdochs News Corporation (2008: 22,4 Mrd. Euro; 2007: 20,8 Mrd. Euro) und Viacom/CBS (2008: 19,4 Mrd. Euro; 2007: 19,9 Mrd. Euro).

Die Bertelsmann AG als größter europäischer Medienkonzern liegt mit 16,1 Mrd. Euro Umsatz auf Rang sieben; im Vorjahr belegte das Gütersloher Unternehmen noch Rang sechs. Im Ranking finden sich neben der Bertelsmann AG fünf weitere deutsche Unternehmen. Auf Rang 17 liegt die ARD. Der Senderverbund nimmt aus Gebühren und Werbung 6,1 Milliarden Euro ein und liegt damit vor der BBC. Einen Platz in der Rangliste haben ferner die ProSiebenSat.1 Media AG (39), die Axel Springer AG (44), die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck (48) und die Hubert Burda Media Holding (50).

"Dies ist für die Medienkonzerne keine normale Konjunkturkrise, die nur mit dem Sparkurs der Werbewirtschaft oder der Konsumzurückhaltung zu erklären wäre", sagte Lutz Hachmeister, Direktor des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik. Vielmehr kämen der technologische Wandel, die ökonomischen Umwälzungen und eine Identitätskrise zusammen.

rid

epd medien Nr. 35 vom 6. Mai 2009






 
 

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