Ethik
Wagenknecht für Regeln bei Wechsel von Politikern in Wirtschaft
Essen, Berlin (epd). Die Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht fordert klare Regeln für den Wechsel von Politikern in die Wirtschaft. "Wer ausscheidet aus der Politik, sollte nicht in Unternehmen wechseln dürfen, die in seinem Verantwortungsbereich lagen", sagte sie den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe mit Blick auf die Debatte um Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und den russischen Staatskonzern Rosneft. "Auch wenn Politiker später ihre Kontakte nutzen, um Lobbyarbeit zu machen, schadet das der Demokratie."

Der "Drehtüreffekt zwischen Politik und Wirtschaft" helfe vor allem großen Unternehmen, ihren Interessen politisches Gewicht zu verschaffen, betonte Wagenknecht. "Kleine und mittlere Unternehmen haben solche Möglichkeiten nicht."