Kirche
Die beiden hauptamtlichen Flughafenseelsorger, Pastoralreferent Johannes Westerdick und Sozialpaedagogin Ute Clevers (beide mitte), mit Ehrenamtlichen am 11.7.17 vor ihrer neuen Anlaufstelle.
© epd-West / Hans-Juergen Bauer
Seelsorger bekommen eigenen Schalter am Flughafen Düsseldorf
Düsseldorf (epd). Kurz vor Beginn der Sommerferien hat die Flughafenseelsorge in Düsseldorf eine neue Anlaufstelle mitten im Flughafen eröffnet: Seit Dienstag sind die Mitarbeiter mit einem öffentlichen Schalter in der Abflughalle zwischen den Flugsteigen A und B präsent. Der Düsseldorfer Airport ermögliche der Flughafenseelsorge, "Kirche an einem besonderen Ort zu sein", sagte der Düsseldorfer Diakoniepfarrer Thorsten Nolting bei der Vorstellung des Schalters. Durch neue blaue Westen sollen die Seelsorger künftig zudem besser erkennbar sein.

In der ökumenischen Flughafenseelsorge sind neben den beiden hauptamtlichen Seelsorgern, Sozialpädagogin Ute Clevers und Pastoralreferent Johannes Westerdick, rund 30 ehrenamtliche Mitarbeiter aktiv. Sie helfen Reisenden oder Besuchern bei Fragen oder sozialen Problemen und vermitteln bei Bedarf ins lokale Hilfesystem. Daneben bieten sie Reisesegen an und gestalten auch Gottesdienste am Flughafen. Beim Tod eines Reisenden begleiten die Seelsorger zudem Angehörige und Crew-Mitglieder.

"Uns liegt es am Herzen, dass die Menschen an unserem Flughafen eine einfach erreichbare Anlaufstation haben - sowohl die Passagiere als auch die Mitarbeiter", sagte Flughafengeschäftsführer Michael Hanné. Die Seelsorger erfüllten auch eine wichtige Funktion im Rahmen des Notfallmanagements.

Die ökumenische Flughafenseelsorge in Düsseldorf arbeitet nach eigenen Angaben unabhängig von Religion, Konfession und Nationalität. Die Mitarbeiter seien verschwiegen und berieten Hilfesuchende auch anonym, betonte die Diakonie.