Kirche
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Rheinischer Vizepräses: Gutes Miteinander braucht Respekt für andere
Gottesdienst zur 750-Jahr-Feier der Stadt Sinzig
Sinzig (epd). Der Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Christoph Pistorius, hat zu Respekt vor anderen Lebensformen und vor Menschen anderer Sprache und Herkunft aufgerufen. Offenheit für andere und Freundlichkeit gegen jedermann gehörten zur guten Gemeinschaft von Menschen, sagte Pistorius in einem ökumenischen Festgottesdienst zur 750-Jahr-Feier der Stadt Sinzig im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler. Es sei Aufgabe der Politik, Orte und Gelegenheiten zu schaffen, wo Menschen sich treffen und Gemeinschaft erleben könnten.

Wesentlich für das Zusammenleben von Menschen ist nach den Worten des evangelischen Theologen auch, den Wohlstand zu teilen und Arme und Notleidende nicht aus dem Blick zu verlieren. Gut sei zudem, wenn die Stadt Sinzig allen Betenden mit größtmöglichem Respekt begegne, egal ob sie am Freitag in der Moschee, am Samstag in der Synagoge oder am Sonntag in der Kirche beten. "Das verstehe ich unter aktiv betriebener positiver Religionsfreiheit", sagte Pistorius laut Redetext in seiner Predigt.

Anspruch der Kirche muss nach Ansicht des rheinischen Vizepräses sein, "für alle Menschen und alle Welt" da zu sein. "Und dass wir als Volkskirche in diesem Land eine offene und öffentliche Kirche sind", sagte Pistorius in dem ökumenischen Gottesdienst, in dem auch der Trierer Bischof Stephan Ackermann mitwirkte.