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Medienpreis für Fantastische Vier und "Sendung mit der Maus"
Wiesbaden, Köln (epd). Die Hip-Hop-Band Die Fantastischen Vier und die Fernsehreihe "Die Sendung mit der Maus" werden mit dem Medienpreis für Sprachkultur der Gesellschaft für deutsche Sprache ausgezeichnet. Außerdem erhält die Journalistin Antonia Rados den Hans-Oelschläger-Preis, wie die Gesellschaft in Wiesbaden bekanntgab. Die Preise werden am 7. April bei einer Feierstunde im Wiesbadener Kurhaus verliehen.

Zur Begründung erklärte die Jury, Die Fantastischen Vier stünden wie keine andere Band für den deutschen Hip-Hop. Durch sie sei der deutschsprachige Sprechgesang, der Deutschrap, salonfähig und beliebt geworden. Die Musiker Thomas D., Smudo, Michi Beck und And.Ypsilon hätten der Popularisierung dieses Genres maßgeblich den Weg bereitet. Die Bandmitglieder seien "bemerkenswerte Musiker, die von Anfang an Wert auf die deutsche Sprache legten, und gelten als Vorbild einer gesamten Musikgeneration, die in deutscher Sprache singt und rappt".

Die Kindersendung "Sendung mit der Maus" wiederum besitze die Fähigkeit, in ihren Sachgeschichten mit breitem Themenspektrum selbst Komplexes interessant, verständlich und spannend zugleich zu erklären, sagte die Geschäftsführerin der Gesellschaft für deutsche Sprache, Andrea-Eva Ewels. "Kinder werden in ihrer Neugier und dem Bedürfnis, die Welt erklärt zu bekommen, ernst genommen, ohne dass die Sendung des WDR dabei schulmeisterhaft auftritt oder unnötig vereinfacht und infantilisiert", fügte sie hinzu. So seien die Sachgeschichten wöchentliche Erkenntnisquelle auch für Erwachsene.

Die Fernsehjournalistin Antonia Rados wird als "herausragende Auslandskorrespondentin" geehrt. Die 64-jährige Österreicherin berichtet aus Kriegs- und Krisenregionen wie Afrika, Afghanistan und dem Nahen Osten. "In ihren zahlreichen Reportagen und Dokumentationen ist Rados eine alltagsnahe, verständliche Sprache besonders wichtig", würdigt die Jury.

Des Medienpreis für Sprachkultur wird seit 30 Jahren für besondere Verdienste um die Sprach- und Sprechkultur in Presse, Hörfunk und Fernsehen vergeben. Bisherige Preisträger waren unter anderem Hape Kerkeling, Günther Jauch, Dieter Hallervorden und Andreas Bourani. Der Hans-Oelschläger-Preis für Journalismus wird erst zum dritten Mal vergeben. Vor Rados hatten ihn Oliver Welke und Peter Kloeppel erhalten. Benannt ist der Preis nach Hans Oelschläger, der beim ZDF bis zu seinem Tod 1982 die Redaktion "Kultur und Gesellschaft" leitete.