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Max-Ophüls-Schauspieler-Preis ehrt unabhängig von Geschlecht
Festival präsentiert 147 Filme
Saarbrücken (epd). Beim traditionellen Filmfestival Max Ophüls Preis (MOP) wird nicht mehr nach Geschlechtern unterschieden. Der Preis für den Schauspielnachwuchs werde nicht mehr an den besten Schauspieler und die besten Schauspielerin vergeben, sondern für die beste Haupt- und die beste Nebenrolle, erklärte die Festivalleitung bei der Vorstellung des diesjährigen Programms in Saarbrücken.

Für diese jeweils mit 3.000 Euro dotierten Preise sind in diesem Jahr vier Frauen und vier Männer nominiert. Bei der 39. Auflage der Filmwoche werden vom 22. bis 28. Januar 147 Streifen in Saarbrücker Kinos gezeigt. Davon laufen 62 im Wettbewerb. Die Spiel-, Dokumentar, Kurz- und mittellangen Filme konkurrieren um insgesamt 16 Preise, die zusammen mit 113.500 dotiert sind.

Programmleiter Oliver Baumgarten sprach von einem kraftvollen Jahrgang. Die Macher der Streifen im Langfilmwettbewerb, in dem 16 Filme laufen, zeichneten durch ihre Haltung aus. Sie erzählten ihre Geschichte mit großer Konsequenz und würden sich nicht wegducken. Auffällig sei auch die "Drastik" vieler Streifen und die Verwendung ganz spezifischer Genre-Elemente, wie sie aus Thrillern, Horror- oder Science-Fiction-Filmen bekannt seien.

Der Max Ophüls Preis (MOP) gilt als eines der bedeutendsten Filmfestivals für Nachwuchsfilmer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg. Benannt ist es nach dem in Saarbrücken geborenen Regisseur Max Ophüls ((1902-1957).

Als Ehrengast wird Schauspiellegende Mario Adorf ("Winnetou", "Blechtrommel", "Kir Royal") erwartet. Den Ehrenpreis erhält Regisseurin Doris Dörrie ("Männer", "Grüße aus Fukushima"). Auf der Gästeliste stehen auch Film- und Fernsehschaffende wie die Schauspieler Maria Furtwängler ("Tatort") und Bjarne Mädel ("Tatortreiniger", "Mord mit Aussicht").

Die Nebenreihe "MOP-Visionen" widmet sich in diesem Jahr Produktionen von Web-Serien, die vor allem fürs Internet produziert werden. Dieses Metier sei für angehende Filmschaffende als Spielwiese eine ideale Möglichkeit, ihre Geschichten ohne Längenbegrenzung von Anfang bis Ende zu erzählen, sagte Festivalleiterin Svenja Böttger.